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Welche biologischen Zeichen geben Hinweise auf die Fruchtbarkeit im Zyklus?

Menstruation
RosenDieses deutliche Zeichen im Zyklusgeschehen kennt jede Frau, auch wenn sie sich sonst nicht weiter beobachtet. Die Blutung zeigt, wann sich der Körper der Frau wieder auf einen neuen Fruchtbarkeitszyklus einstellt. Mit der Blutung werden unter anderem auch nicht mehr benötigte Stoffwechselprodukte ausgeschieden und eine gesunde natürliche Bluterneuerung findet auf diese Weise statt. Die Menstruation ist das Zeichen für den Zyklusanfang.
Aber Achtung: nicht jede Blutung ist eine Menstruation. In Kombination mit der Messung der Aufwachtemperatur kann das genau bestimmt werden.

Aufwachtemperatur
Die meisten Anwenderinnen der sympto-thermalen Methode berichten, dass die morgendliche Messen der Aufwachtemperatur mit einem geeigneten Thermometer bald zur Routine wird, wie Zähneputzen oder andere Körperpflege. Zusammen mit der Beobachtung des Zervixschleims lassen sich aus dem Temperaturverlauf fruchtbare und unfruchtbare Tage sehr zuverlässig bestimmen.
Es gibt Frauen in vielen Ländern der Welt, die keinen Zugang zu brauchbaren Thermometern haben. Daher wählen diese Frauen andere Methoden, die je nach dem nicht die ganze Palette von Beobachtungsmöglichkeiten nutzen.
Auf der anderen Seite zeigt die Erfahrung, dass Europäerinnen oft schneller den Zugang zum Thermometer und Aufwachtemperaturmessen finden als zur Zervixschleimbeobachtung.

Zervixschleim
In der fruchtbaren Zeit verflüssigt sich im unteren Teil der Gebärmutter, dem sogenannten Gebärmutterhals (Zervix), eine Nährflüssigkeit, die Spermien das Vorankommen erleichtern kann. Dieser Schleim kann von der Frau äusserlich beobachtet werden. Das heisst sie kann ihn sehen, fühlen, spüren.
In gewissen Kulturen wird dieser Schleim als "weisse Blutung" bezeichnet. Seine Bedeutung wird seit jeher von Frau zu Frau vor der Hochzeit weitergegeben, als wertvolles Geheimnis um die fruchtbaren Tage zu erkennen.
In unseren Breitengraden wird dieses wertvolle Zeichen oft ganz falsch verstanden und mit Ausfluss verwechselt. Nach einem Erfahrungsaustausch von Frau zu Frau können praktisch alle dieses Zeichen bei sich wahrnehmen und für die Zyklusauswertung nutzen.

Muttermund
Der Muttermund am unteren Teil der Gebärmutter kann von den meisten Frauen ertastet werden und bietet so eine zusätzliche Beobachtungquelle, falls gewünscht. Die regelmässige Untersuchung des Muttermundes ist weder für die Billings-Methode noch für die sympto-thermale Methode ein fester Bestandteil, sondern einfach nur für Frauen gedacht, die dazu einen Zugang finden. Während dem Zyklus fühlt sich der Muttermund nicht immer gleich an. Es gibt Zeiten, da ist er fester, machmal weicher, auch höher oder tiefer. Wer das regelmässig untersucht, kann das mit der eigenen Fruchtbarkeit in Zusammenhang bringen.

Weitere Zeichen
Es gibt noch andere Zeichen, die individuelle Hinweise auf die Fruchtbarkeit geben können, auch wenn nicht direkte Auswertungsregeln darauf beruhen. Zum Beispiel der sogenannte Mittelschmerz, Brustspannen, Arbeitseifer oder Trägheit, Essgelüste, Hautzustand usw.

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